So, 03.06.12 – 08:30 Uhr
Naturschutz im ökologischen Landbau
8:30 Hammersteinplatz, 9 Uhr Bauckhof-Parkplatz Stütensen
Herr Rüffler vom Bauckhof und Peter Block vom NABU
So, 10.06.12 – 08:00 Uhr
Ortolan-Exkursion im Vogelschutzgebiet Drawehn
UE-Hammerstein-Parkplatz, bzw. 8.30 Uhr Növenthien, Abzweigung nach Kölau
Lars Wellmann
So, 17.06.12 – 08:00 Uhr
Exkursion ins Lopautal
UE-Hammerstein-Parkplatz, bzw. 8.30 h Lopau, Ortseingang
Peter Block
Die Schleiereule zählt wohl zu unseren schönsten heimischen Eulen. Sie hat ein weltweites, überwiegend tropisches Verbreitungsgebiet. Keine andere Eulenart hat sich so stark an den Menschen angeschlossen wie die Schleiereule. Sie brütet fast ausschließlich in von Menschen errichteten Gebäuden wie Kirchtürmen, Scheunen, Ruinen und anderen wenig belebten Gebäuden. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Mäusen. In mäusearmen Jahren spielen auch Kleinvögel eine größere Rolle im Nahrungserwerb. Als nachtaktiver Vogel relativ milder Klimabereiche jagt die Schleiereule vorwiegend auf Weiden und Wiesen insbesondere Wühlmäuse.
Ihr Bruterfolg hängt vom Nahrungsangebot im Frühjahr bis Herbst ab und ihr Bestand von der Härte der Winter, da die Schleiereule als ortstreuer Standvogel nicht ausweicht. Sobald die Schneedecke über 7 cm hoch ist und längere Zeit liegen bleibt, wird es für diese schöne Eule schwierig zu überleben. Harte Winter wirken sich deshalb so gravierend aus, weil bis zu 90 % des Bestandes verhungern kann. Im Gegensatz zu anderen Greifvögeln und Eulen kann die Schleiereule wenig Fettreserven speichern. Unter günstigen Bedingungen kann sich allerdings der Bestand auf Grund der starken Vermehrungsrate nach einigen Jahren wieder erholen.
Um in den Wintermonaten an ihre Hauptnahrung zu kommen, braucht die Schleiereule die dörflichen Gebäude. Diese Gebäude werden auch als Tages Schlafplätze und zur Unterbringung von Bruten genutzt. Deshalb ist es besonders wichtig, daß geeignete Gebäude Einflugmöglichkeiten bieten bzw. wenn diese vorhanden sind auch offen gehalten werden oder neu geschaffen werden.
Hauptfeinde der Schleiereulen, besonders für ihre Bruten, sind Marder und Katzen. Untersuchungen in den 1970er Jahren zeigten einen alarmierenden Rückgang des Bestandes. Es wurde festgestellt, daß Schleiereulen in erster Linie durch Brutplatzmangel und Straßenverkehr gefährdet sind. Damit die Schleiereule nicht ausstirbt, muß ihr geholfen werden.
Um den Bestand der Schleiereule in unserer Region zu erhöhen und zu stabilisieren, hat der NABU Uelzen und andere interessierte Mitstreiter in sehr vielen Ortschaften des Landkreises Uelzen in Zusammenarbeit mit Landwirten und sonstigen Liebhabern dieser Eulen in deren Scheunen und sonstigen Gebäuden viele Hundert Eulen-Brutkästen weitestgehend mardersicher angebracht.
| Jahr | Nistkästen in Orten | Anzahl Kästen | Eulen brüten in Orten | Anzahl der Bruten | Davon Erfolgreich | Davon Zweitbr. | Anzahl der Jungen | Durchschn. Junge |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 175 | 580 | 17 | 18 | 17 |
7 | 88* | 5,2 |
| 2009 | 260 | 560 | 74 | 74 | 61 | 5 | 245 | 4,0 |
| 2008 | 250 | 540 | 123 | 133 | 115 | 0 | 359 | 3,1 |
| 2007 | 230 | 520 | 94 | 121 | 109 | 29 | 575 | 5,3 |
| 2006 | 227 | 480 | 26 | 26 | 24 | 0 | 109 | 4,5 |
| 2005 | 220 | 410 | 130 | 141 | 128 | 5 | 560 | 4,0 |
| 2004 | 210 | 380 | 60 | 80 | 73 | 20 | 400 | 5,5 |
| 2003 | 190 | 350 | 29 | 29 | 29 | 0 | 125 | 4,3 |
| 2002 | 175 | 310 | 79 | 81 | 79 | 0 | 262 | 3,3 |
* Stand vom 30.11.2010.
Außerdem brüteten in den Kästen 46 Turmfalken, 13 Waldkäuze und 16 Dohlen. Außerdem waren 30 Hornissennester in den Kästen. Bis zum Jahr 2011 sind in ca. 260 Orten insgesamt 600 Kästen installiert.
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