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Einleitung und Zielstellung

Der NABU Uelzen führt seit Mitte 2010 in der Esterauniederung zwischen Könau und Kroetzmühle, Gemeinde Wieren, SG Wrestedt, Landkreis Uelzen eine extensive Beweidung mit seltenen Haustierrassen (Dexter-Rinder und Dülmener Pferde) durch. Ziel ist es vorrangig, die teilweise brach liegende Niederungslandschaft offen zu halten und eine dauerhaft naturverträgliche Nutzung dieser Niederung zu erreichen. Als Zielarten hat der NABU Wiesenvögel, wie Weißstorch, Kiebitz, Bekassine und Braunkehlchen, aber auch den Fischotter sowie Amphibien, wie Kreuzkröte und Laubfrosch vor Augen.


Die Dülmener im …
Die Dülmener im …
Dexter-Rinder eine kleine …
Dexter-Rinder eine kleine …
Bekassine
Bekassine

Aktuell wurden 20,5 ha Beweidungsfläche für 12 Jahre angepachtet und mit einem modernen Elektrozaun abgegrenzt. Leider konnten zum Zeitpunkt des Projektstarts Verbindungsflächen aus verschiedenen Gründen nicht einbezogen werden, so dass die Beweidung derzeit auf vier voneinander getrennten, aber räumlich nah beieinander liegenden Flächen durchgeführt wird. Kurzfristig ist der Erwerb oder die langfristige Pacht der Verbindungsflächen geplant. Das würde das Weidemanagement deutlich vereinfachen.

Gezielte Biotopverbesserungsmaßnahmen, wie die Anlage von Blänken und Flutmulden, die Pflanzung von Hecken und Einzelbäumen sowie die Pflege von Kopfweiden sollen die Strukturvielfalt erhöhen und verschiedenen gefährdeten Arten der Niederungsbereiche zusätzlichen Lebensraum bieten. Diese Maßnahmen werden nur auf solchen Flächen durchgeführt, für die die Eigentümer ihr Einverständnis abgeben bzw. die im Eigentum des NABU sind.


Herstellung einer Blänke
Herstellung einer Blänke
Pflanzaktion in der …
Pflanzaktion in der …
Esterau unterhalb der …
Esterau unterhalb der …

Durch das aktuell in der Umsetzung befindliche Umweltbildungsangebot wird ein 4 km langer Rundweg mit Rastmöglichkeiten, Beobachtungsturm sowie Infostationen geschaffen, der einerseits für geführte Gruppen als auch Einzelbesuchern einen vertieften Einblick in Natur und Landschaft bieten soll. Weiterhin werden Mitarbeiter des Martinshofes und des NABU sowie ErzieherInnen und LehrerInnen der Kindergärten und Grundschulen der Umgebung gezielt für Naturerlebnisführungen geschult.

Um das Projekt abzurunden und die geplante Renaturierung der Esterau zu unterstützen, ist im nun geplanten zweiten Schritt der Erwerb oder die langfristige Pacht der bereits angesprochenen Verbindungsflächen geplant. Auf diesen Flächen wären Weidezäune zu errichten und an geeigneten Stellen weitere Flachgewässer anzulegen.

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