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Feldbiotop Mollersand

Artenreiches Biotop zwischen Suderburg und Räber

Entlang der Landstraße zwischen Suderburg und Räber befindet sich ein artenreiches Biotop das langfristig zu einem Eidechsenbiotop entwickelt werden soll. In den Sommermonaten blühen rosafarbene Malven und nektarreiche Flockenblumen auf der Fläche, die einer Vielzahl von Insekten Nahrung bieten.

Durch das Feldbiotop verläuft ein historischer Weg, bestehend aus einem gepflasterten Steinweg und einem Sandweg. In der Vergangenheit wurden die Wirtschaftswege abhängig von der Witterung mit den Pferdefuhrwagen befahren. In den trockenen Monaten sammelt sich auf den Wegen kleinkörniger Kies, der in der
Heideregion als „Mollersand“ bezeichnet wird. Auf den sogenannten Sommerwegen konnten die Zugpferde schonender laufen. Bei schlechter Wetterlage wurde der gepflasterte Winterweg benutzt.

In der Region um Suderburg gibt es mehrere zerstreute Flächen, in denen Zauneidechsen nachgewiesen wurden. Um die Situation für die Reptilien zu verbessern, hat Thomas Dorschner vom NABU Uelzen ein Schutzprojekt erarbeitet. Strukturreiche Biotope mit offenen Kiesarealen und Versteckmöglichkeiten sollen im Randbereich errichtet werden.

Von dieser Maßnahme profitieren auch Vogelarten der offenen Landschaft, wie das Schwarzkehlchen und die Feldlerche. In der intensiv genutzten Landschaft wird das „Trittstein“-Biotop zum Landeplatz für viele seltene Schmetterlingsarten. Zu den besonderen Falterarten, die in der kräuterreichen Grünlandfläche gesichtet wurden, gehören der Wegerich-Scheckenfalter und der Magerrasen-Perlmuttfalter.

Die jährliche Wiesenmahd übernimmt ein beauftragter Landschaftspflegebetrieb aus der Region. Das Projekt „Feldbiotop-Mollersand“ wird von der BINGO-Umweltstiftung gefördert, so dass der Feldweg in Räber zum Naturerlebnis wird.

Feldbiotop Mollersand - Artenreiches Biotop zwischen Suderburg und Räber (PDF 0,9 MB)