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Feuchtwald Barnbruch

Nadelbäume fallen für den Naturschutz in Graulingen

Bei einem Spaziergang durch den Wald bei Graulingen verraten breite Reifenspuren in den Pfützen, dass ein großes Gerät den Feuchtwald befahren hat.

In einem zwei Hektar großen Waldareal wurden standortfremde Rotfichten durch ein beauftragtes Forstunternehmen herausgesägt. Unter schwierigen Arbeitsbedingungen wurde die Maßnahme durchgeführt, da ständige Regenphasen und ein hoher Grundwasserspiegel den Einsatz erschwerten.

Die entnommenen Nadelbäume verbleiben als zersägtes Totholz in der Fläche und sollen durch Zersetzungsprozesse langfristig verarbeitet werden. Durch mehr Lichteinfall wird sich der Feuchtwald in den kommenden Jahren positiv verändern.

Ehemalige dunkle, beschattete Bereiche werden zukünftig von Sumpfdotterblumen und Brunnenkresse besiedelt. Im Frühling dringt wieder Licht auf den Boden und erwärmt kleine Tümpel, in denen Grasfrösche ihren Laich ablegen.

Die Bedingungen in dem Quellgebiet haben sich in der Vergangenheit ständig verändert. In den 1970 Jahren wurden viele Feuchtwiesen aufgeforstet. Die Unterhaltung der Entwässerungsgräben wurde irgendwann vernachlässigt, so dass viele Flächen in einem schleichenden Prozess „wiedervernässt“ wurden.

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