25 Jahre (1982 - 2007)
Chronik der DBV-Kreisgruppe Uelzen - weitergeführt als NABU Uelzen e.V.
Dieser Beitrag ist auch als PDF-Datei zum Ausdrucken verfügbar. Eine Ortsgruppe des Bundes für Vogelschutz wird erstmals 1927 in der Hauptliste des damaligen Vereins für Uelzen erwähnt (Chronik eines Naturschutzverbandes, Wiesbaden 1987, S.195). Leider gibt es darüber vor Ort keine weiteren Dokumente.
Die Neugründung begann mit einem Brief, den das Landesvorstandsmitglied Peter Mannes an alle Mitglieder im Landkreis Uelzen am 11.08.1982 geschickt hatte. In diesem Brief beschrieb er sein Anliegen:
„In den letzten Jahren traten im Landkreis Uelzen über hundert naturschutzinteressierte Personen dem Deutschen Bund für Vogelschutz bei....Leider hat aber bisher kein Mitglied den Mut gefunden, die Verantwortung für die Leitung einer eigenständigen Gruppe in Uelzen zu übernehmen. Damit ist Uelzen einer der letzten Landkreise, in dem der DBV nicht mit einer Kreisgruppe vertreten ist – sicher ein schwerer Mangel, denn viele wichtige Entscheidungen, die Ihre unmittelbare Umwelt betreffen, fallen auf Landkreisebene und können nur auf Ortsebene beurteilt und beeinflusst werden“
Dieser Appell erreichte auch Peter Block, dessen Sohn Volker Mitglied war. Er setzte sich mit Rolf Alpers und Alfred Borrmann aus Uelzen sowie mit Peter Mannes, Dieter Schipper und Dr. Fedor Strahl vom Landesvorstand zusammen, um die Neugründung einer Kreisgruppe zu planen.
Am 9. Dezember 1982 konnte dann die Gründungsversammlung der Kreisgruppe Uelzen in der Aula der Schiller-Realschule in Anwesenheit des Landesvorsitzenden Dr. Fedor Strahl stattfinden. Der neue Vorstand wurde dort gewählt: Peter Block zum Vorsitzenden, Rolf Alpers zum Stellvertreter und Alfred Borrmann zum Kassenwart.
Der Start der Kreisgruppe in Uelzen erwies sich danach gar nicht so einfach, da die schon vorhandenen Mitglieder verstreut im Landkreis wohnten und sich meist gegenseitig nicht kannten. Bremsend war aber vielmehr, dass es hier bereits eine große engagierte BUND-Gruppe und den Uelzener Arbeitskreis für Avifaunistik (UAA) gab. Obwohl wir uns von Anfang an bemühten, kein Konkurrenzdenken aufkommen zu lassen, hatten wir oft das Gefühl von einigen Mitgliedern dieser Gruppen für überflüssig gehalten zu werden. Das Hauptbetätigungsfeld, bei dem wir niemandem in die Quere kamen, wurde dann der Biotopschutz und die Aufklärungsarbeit mit zahlreichen Exkursionen für die Öffentlichkeit. Das machte uns bekannt und ließ die Mitgliederzahl steigen, die zum Start wesentlich geringer war als zunächst angenommen.
Der Nistkastenbau verschiedenster Art spielte anfangs auch eine große Rolle und wurde vor allem von Winfried Kästner, Waldemar v. Schweder und später von Waldemar Golnik betrieben.
Und noch eine Besonderheit gab es. Waldemar v. Schweder war besonders eifrig im Serienbau und Vertrieb seiner Erfindung des „Groschensängers“. Der engagierte Naturschützer wurde für seinen vielseitigen und beispielhaften Einsatz am 29.11.1984 mit der silbernen Ehrennadel des DBV ausgezeichnet. Fast 200 dieser Geldsammelkästen wurden von ihm gebaut und an geeigneten Stellen aufgestellt oder auch mit Gewinn an andere DBV-Gruppen verkauft. Die Kreisgruppe hatte so mit den eigenen aufgestellten Groschensängern eine ergiebige Geldquelle, die jährlich ca. 3000 DM und mehr einbrachte. Leider fand sich nach dem Tode Waldemar v. Schweders niemand, der so engagiert wie er sein Werk fortsetzte.
Da wir noch keine eigenen Naturschutzflächen besaßen, boten wir uns an, uns um staatliche Flächen zu kümmern und stießen auf Gegenliebe.
Die Vogelfreistätte Jastorfer See wurde der Kreisgruppe am 9.Januar 1984 von der Bezirksregierung Lüneburg zur Betreuung übergeben. Durch häufige Präsenz und aufklärende Ansprache von Besuchern haben wir damals dazu beigetragen, dass dieses „Biotop aus zweiter Hand“ sich zu einem ungestörten vogelkundlichen Kleinod entwickelt hat.
Am 5.März 1986 wurde auf der Jahreshauptversammlung der bisherige Vorstand durch Wiederwahl bestätigt. Er schaute auch über den Tellerrand ins Wendland, das vielen Mitgliedern wegen seiner Natur und der Elbe als besonderes Beobachtungsgebiet schon immer von großer Bedeutung war.
Die Kreisgruppe Uelzen hatte seit ihrer Gründung auch gut 20 Mitglieder mit ihrem Wohnsitz im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Durch den Kontakt zu einigen von ihnen kam es am 24. April 1987 mit unserer Unterstützung im Beisein von Peter Block und Peter Mannes (Landesvorstand) zur Gründung einer eigenen Ortsgruppe Hitzacker. Am 28. Januar 1988 folgte danach die Gründung der Kreisgruppe Lüchow-Dannenberg. Damit trugen wir dazu bei, dass nun auch der letzte Landkreis in Niedersachsen eine eigene Kreisgruppe erhielt. Als Startkapital gaben wir der Gruppe 300 DM, soviel wie einst die Uelzener Gruppe zur Gründung vom Landesverband erhielt.
Am 11. August 1987 wurde auf der Jahreshauptversammlung entschieden, die Uelzener Kreisgruppe zu einem eingetragenen Verein zu machen. Eine neue Satzung wurde beschlossen. In den neuen Vorstand wurden gewählt: Peter Block (Vorsitzender), Rolf Alpers (Stellvertreter), Alfred Borrmann (Kassenwart) und Armgard Gonschorek (Schriftführerin). Auf der gleichen Sitzung wurde beschlossen, unser erstes eigenes Biotop in Eimke an der Gerdau durch Vermittlung unseres engagierten Mitglieds Hans-Peter Rauh käuflich zu erwerben.
Da die nächste Vogelpflegestation für verletzte und noch nicht flügge Vögel sich weit weg in Leiferde befindet, entschloss sich die Kreisgruppe des DBV 1989 anlässlich des 90. Geburtstages des Bundesverbandes, die Vogelauffangstation Bodenteich von Karl-Heinz und Petra Köhler materiell und ideell zu unterstützen.
Der Fall der undurchdringlichen Grenze zur DDR machte auch die Kreisgruppe neugierig auf bislang Verschlossenes. Kontakte mit Naturschützern aus Salzwedel wurden aufgenommen. Die erste gemeinsame Exkursion führte uns am 20. Mai 1990 unter Leitung des dortigen Naturschutzbeauftragten Ralf Knapp nach Kuhfelde. Dort wurden verschiedene Naturschutzgebiete und außerdem der ehemalige Grenzstreifen in Augenschein genommen. Auf der Jahreshauptversammlung wurde vom Naturschutzbeauftragten Günter Stachowiak aus Brunau ein Vortrag über Naturschutzmaßnahmen in der Altmark gehalten. Viele im Grenzbereich liegende unberührte Gebiete wurden damals unter Naturschutz gestellt. Die Gunst der Stunde dafür wurde vom Naturschutz aktiv genutzt. Am 21. April 1991 gab es eine weitere Exkursion nach Brunau, nun schon in das neue Bundesland Sachsen-Anhalt des wiedervereinten Deutschlands.
Auf der Jahreshauptversammlung am 22. April 1991 wurde der bisherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. Differenzen gab es bei der Zustimmung zur Namensänderung. Viele Mitglieder hingen an dem traditionellen Namen „Deutscher Bund für Vogelschutz“ (DBV). Der neue Name „Naturschutzbund Deutschland“ wollte nicht so recht gefallen, da Verwechslungen mit dem BUND befürchtet wurden. Es gab einen umständlichen Kompromiss, der einfach beide Namen gleichberechtigt nebeneinander stellte: Naturschutzbund Deutschland - DBV. Erst die Bezeichnung NABU brachte dann später Akzeptanz und Ruhe.
Am 20. Januar 1992 wurde für 25 Jahre (1.1.92-31.12.2016) ein Pachtvertrag mit der Samtgemeinde Rosche für einen ausgedienten Schießstand, der vom Fledermausexperten Walter Schulz aus Klein Sommerbeck (LK Lüneburg) zu einem Fledermaus-Winterquartier umgebaut wurde, geschlossen.
Am 18. Juli 1993 verstarb unser bis kurz vor seinem Tode so sehr engagiertes und stets menschlich geschätztes Mitglied Waldemar von Schweder. Er hat sich für die Kreisgruppe sehr verdient gemacht. Mit ungezählten Nistkästen und Nisthilfen, eigenen Naturschutzaktionen, vielen Beratungen, konstruktiver Mitarbeit und natürlich seinem „Groschensänger“, der mindestens insgesamt 30.000 DM für die Vereinskasse erwirtschaftete, hat er in seinem Ruhestand beispielhaft gewirkt. Alle, die ihn kannten, werden ihn nicht vergessen.
Auf der Jahreshauptversammlung vom 25. April 1994 schieden Rolf Alpers und Alfred Borrmann vor Abschluss der Wahlperiode aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand aus. Daraufhin legten auch Peter Block und Armgard Gonschorek ihre Ämter nieder, um den Weg für eine völlige Neuwahl frei zu machen.
Das einstimmige Wahlergebnis für den neuen Vorstand brachte die erneute Wahl Peter Blocks zum Vorsitzenden. Zum Stellvertreter und Kassenwart wurde Waldemar Golnik und als Beisitzerinnen wurden Armgard Gonschorek und Gertrud Cord-Landwehr gewählt.
Rolf Alpers hat in seiner Amtszeit unzählige Stellungnahmen, zu denen wir als Naturschutzverband aufgefordert wurden, mit großem Zeitaufwand und fachlichem Sachverstand erarbeitet. Außerdem hat er sich für die Ermittlung, die Auswertung und Veröffentlichung vogelkundlicher Daten in den Jahresberichten des Uelzener Arbeitskreises für Avifaunistik (UAA), der sich dem NABU angeschlossen hatte, engagiert eingesetzt. Dafür gebührt ihm der Dank des Vereins.
Alfred Borrmann hat sich als langjähriger Kassenwart verdient gemacht. Mit viel Geschick verwaltete und vermehrte er unser Geld. Dafür ist der Verein ihm zu Dank verpflichtet.
Am 14. November 1995 stimmte die Jahreshauptversammlung einem Pachtvertrag mit 30-jähriger Laufzeit zu (01.01.1996-31.12.2026). Ein ca. 9 Hektar großer Anflugwald auf den Wierener Bergen sollte in Heide umgewandelt werden, um dem Ziegenmelker, dessen Lebensraum dort wegen Aufforstungen immer mehr eingeengt wurde, Anreize zum Verbleiben und zur Ausbreitung zu geben. Einige markante Bäume, die stehen bleiben sollten, wurden gekennzeichnet, alle anderen wurden abgeholzt, um Freiflächen zu schaffen und der Besenheide bessere Wachstumsbedingungen zu geben. Schon nach kurzer Zeit stellte sich der Erfolg ein. Ziegenmelker und Heidelerche nahmen die Fläche an. Diese Maßnahme wurde möglich, da wir eine großzügige Spende unseres für die Natur engagierten Mitglieds Gertrud Möhring erhielten. Der Natur hat es gut getan!
Am 5. Dezember 1996 kaufte der Verein ein Grundstück an der Wipperau (Zum Runden Bruch) in Oldenstadt. Im Februar 1999 wurde mit Unterstützung der EU und des Landes Niedersachsen auf der Fläche ein Teich angelegt. Eine neugeschaffene Steilwand wurde schon bald vom Eisvogel als Brutgelegenheit angenommen. Feldschwirl und Schlagschwirl sind in dem Gebiet ebenfalls Brutgäste.
Am 2.Juli 1997 verstarb leider im Alter von nur 51 Jahren unser engagiertes Mitglied Hans-Peter Rauh. Er hatte zwar kein Amt im Verein inne, wirkte aber ständig als Motor für Projekte und die Öffentlichkeitsarbeit. Er trug so und durch seine Bekanntheit und Beliebtheit, weit über die Kreisgrenze hinaus, wesentlich zum Vorankommen unserer Naturschutzarbeit bei. Sein Tod war für uns ein herber Verlust.
Im Februar 1999 wurde auch auf dem Grundstück in Eimke ein Teich mit Unterstützung der EU und des Landes Niedersachsen geschaffen. Damit wurde auch diese Fläche zu einem wertvollen Biotop aufgewertet.
Im April 1998 wurde die langjährige Arbeit von Waldemar Golnik zur Verbesserung der Schleiereulen-Population im Landkreis von der Lotterie Bingo-Lotto finanziell gefördert. Waldemar Golnik konnte von da an die bereits 106 vorhandenen Kästen bis 2006 auf 480 steigern. Um den Bestand der Schleiereule in unserer Region zu erhöhen und zu stabilisieren, haben der NABU Uelzen und andere interessierte Mitstreiter bis zum Frühjahr 2006 in ca. 227 Ortschaften des Landkreises Uelzen in Zusammenarbeit mit Landwirten und sonstigen Liebhabern dieser Eulen in deren Scheunen und sonstigen Gebäuden ca. 480 Eulen-Brutkästen weitestgehend mardersicher angebracht. Der Spitzenwert des Erfolges wurde 2005 erreicht: 560 Junge bei 128 erfolgreichen Bruten.
Am 10. Dezember 1998 fand wieder eine Jahreshauptversammlung statt, auf der eine Vorstandswahl satzungsgemäß durchzuführen war. Frau Armgard Gonschorek schied aus gesundheitlichen Gründen aus. Sie hat in den vergangenen vier Jahren die Vereinsarbeit mit Engagement konstruktiv begleitet und vorangetrieben. Neben der Erfüllung von Vereinsaufgaben war es ihre werbende Ansprache an Menschen für den Naturschutz, die ihr Achtung und Anerkennung brachte.
Der Vorsitzende Peter Block und sein Stellvertreter und Kassenwart Waldemar Golnik standen für eine Wiederwahl zur Verfügung. Neu stellten sich der Wahl: Frau Gertrud Cord-Landwehr, und die beiden Herren Michael Walke und Joachim Weickert. Der Vorstand wurde en bloc einstimmig gewählt.
Am 10. Juni 1999 kaufte der Verein den Vogelnährteich bei Borne.
Am 1. November 2000 übernahm der NABU Uelzen e.V. von der SVO einen Trafo-Turm in Seedorf, den Waldemar Golnik zu einem „Hotel der Tiere“ ausbaute. Die Übernahme und der Ausbau der Türme in Vinstedt (2003), Rohrstorf (2005) und Kollendorf (2005) folgten.
Am 4. Mai 2001 kaufte der Verein zwei Nachbargrundstücke in Molbath. Dieses idyllische Teich- und Feuchtbiotop wurde mit Unterstützung von Bingo-Lottomitteln noch zusätzlich durch ein Flachgewässer entwickelt, in dem sich zahlreiche Amphibien und Vögel wohl fühlen. Diese Maßnahme wurde nur möglich, weil wir eine großzügige Erbschaft unseres Mitglieds Frau Hilde Kobierski erhielten.
Im Juli 2001 fand eine sehr erfolgreiche Mitglieder-Werbeaktion im Landkreis statt. Es wurden 581 Neumitglieder dazu gewonnen. Damit konnte die Gesamtmitgliederzahl auf über 700 gesteigert werden.
Bei einer weiteren Aktion 2004 wurden weitere 300 Mitglieder geworben und bei der Aktion 2005 wurden nochmals so viele dazu gewonnen, so dass heute die 1000-er Grenze weit überschritten ist.
Auf der Jahreshauptversammlung am 1. März 2001 wurde unsere Vereinssatzung den neuen Erfordernissen angepasst. Die Ausgabenbefugnis für den Vorstand wurde erweitert. Ebenfalls wurde endlich ein Schlussstrich unter den Namensstreit gesetzt. Der schon vorher benutzte Name NABU Uelzen e.V. wurde nun offiziell allein gültig. Kleinere Veränderungen waren dennoch nötig und wurden am 29.06.2005 beschlossen.
Außerdem war 2001 wieder eine Vorstandswahl fällig. Frau Cord-Landwehr musste leider wegen Wegzugs ihren Vorstandssitz aufgeben. Ebenso musste Joachim Weickert wegen beruflicher Inanspruchnahme verzichten. Henrike Wellmann und Klaus Pailer wurden dafür neu in den Vorstand gewählt; Peter Block, Waldemar Golnik und Michael Walke wurden bestätigt.
Unser Bestreben, eine Kindergruppenarbeit anzubieten, wurde durch die Bereitschaft und das Geschick von Henrike Wellmann eine solche aufzubauen mit Erfolg gekrönt. Am 3. Mai 2002 traf sich die Kindergruppe zum ersten Mal in Uelzen. Die Kinder und Eltern waren dankbar für dieses Angebot, das offenbar sehr ihren Wünschen entsprach, so dass die Gruppe mit einer gemütlichen Weihnachtsfeier im Dezember und guten Aussichten für die kommende Saison das alte Jahr beschließen konnte. Durch Frau Wellmanns langwierige Erkrankung wurde die Arbeit 2004 von Peter Block und Klaus Pailer stellvertretend weitergeführt, bis 2005 die Biologin Claudia Siffczyk die Gruppe übernahm. Leider war auch das nicht von langer Dauer, da sie berufsbedingt fortzog. Seitdem wird die kleine Restgruppe im NEST von Klaus Pailer und Peter Block weiter betreut.
Angesichts der zunehmenden Eingriffe in den Naturhaushalt durch die Behörden ist es notwendiger denn je, mit einem Zusammengehen Gleichgesinnter mehr Einfluss zu erreichen. So trifft sich seit Anfang 2002 der NABU Uelzen e.V. mit den anderen Naturschutzverbänden des Landkreises Uelzen regelmäßig im „Arbeitskreis Natur“ zum Gedankenaustausch und um die Interessen des Naturschutzes gemeinsam wahrzunehmen. Peter Block war sein erster Sprecher und mit der Vertretung als beratendes Mitglied im Umweltausschuss des Landkreises beauftragt. Im Jahre 2007 setzte Karl-Heinz Köhler Blocks Arbeit fort.
Seit dieser fruchtbaren Zusammenarbeit verbinden etliche gemeinsame Projekte und Stellungnahmen die Naturschutzverbände.
Im Zuge der Wiedervereinigung übernahm die NABU Stiftung Nationales Kulturerbe viele Flächen in der ehemaligen DDR für Naturschutzzwecke. Wir unterstützten die Stiftung finanziell zur Übernahme und bekamen dafür die Patenschaft für ein 40 ha großes Naturwaldgebiet am Rande des Rambower Moores in der Nähe von Lenzen. Zusammen mit dem NABU Prignitz wollen wir uns um die weitere Entwicklung dieses herrlichen Waldes kümmern, der aus der Nutzung genommen wurde.
Um wichtige Daten über Flora und Fauna im Landkreis zu sammeln und die avifaunistische Tradition des UAA fortzusetzen rief Peter Block am 24.03.2004 ein Naturbeobachtertreffen nicht nur für NABU- Mitglieder ins Leben. Am 30.06.2004 übernahm Lars Wellmann die Moderation dieses Kreises. Zusammen mit Karl-Heinz Köhler verfasste er 2005 das erste Heft der Reihe Naturkundliche Beiträge – Landkreis Uelzen, das der NABU Uelzen herausgegeben hat. Hierin enthalten ist ein Avifaunistischer Jahresbericht von 1990 bis 1999. Ein zweiter Bericht, der weitere Daten der Naturbeobachter bis 2005 auswertet, ist in Arbeit.
Die Erfassung von Daten wird immer mehr durch die Eintragungsmöglichkeit auf unserer Internetpräsenz www.nabu-uelzen.de vorgenommen. Sie wurde von unserem Mitglied Jürgen Eggers vorbildlich eingerichtet und wird ständig aktualisiert. Sie bietet ein großes Spektrum an Informationen.
Am 16. April 2004 kauften wir in Suderburg ein Grundstück im Tannrähm, das sich durch die anschließende Teichgestaltung auch zu einem wertvollen Biotop entwickelt hat.
Am 24.03.2006 fand in Uelzen wieder eine Jahreshauptversammlung mit Wahlen statt.
Die Vorstandswahl hatte folgende Ergebnisse:
Geschäftsführender Vorstand: Vorsitzender: Peter Block, Stellvertreter: Karl-Heinz Köhler,
Kassenwart: Waldemar Golnik
Beisitzer: Michael Walke und Klaus Pailer
Beirat: Lars Wellmann und Thorsten Barduhn (Avifaunistik), Henrike Wellmann (NAJU), Jürgen Eggers (Internet), Thomas Dorschner (Kulturlandschaft) und Peter Reimann (Finanzen)
Am 04. Januar 2007 folgte dann der Kauf eines Grundstücks in Graulingen über dessen Entwicklung noch beraten wird.
Mit der langjährigen Pacht und der Umgestaltung einer Fläche bei Bruchwedel mit Bingounterstützung zu einem Kranichbrutgebiet, wurde im Februar 2007 ein weiterer Beitrag zum Naturschutz geleistet.
Am 3. Juni 2005 kauften wir ein Gartengrundstück in Oldenstadt, das wir in den zwei folgenden Jahren in eine Naturerlebnisstätte kurz: NEST verwandelt haben. Der NABU Uelzen e.V. hat das Grundstück gekauft, um vor allem Kindern und Jugendlichen Einblicke in unsere Natur zu vermitteln, um Verständnis für den Naturschutz zu wecken.
Das Gelände hat einen Teich mit Steg, kleine Tümpel, einen breiten Bach als Grundstücksgrenze, eine Eisvogelnistwand, eine Kräuter-spirale, eine Insektennistwand, einen Vogelbeobachtungspavillon, einen Lerngarten, ein Hochbeet, einen Barfußgang und viele andere Details mit einem großen Aufforderungscharakter für Erkundungen mit allen Sinnen.
Hier ist auch die NABU- Kindergruppe zu Hause. Künftig sollen hier ebenfalls Kurse in Zusammenarbeit mit der Ev. Familienbildungsstätte stattfinden. Auch Schulkassen und Kindergartengruppen sollen eingeladen werden. Die Einrichtung wurde vom Umweltministerium durch das Projekt "Natur erleben" gefördert
Am 16.06.2007 wurde das NEST mit einem "Tag der offenen Tür" eröffnet. Damit wurde auch gleichzeitig das 25-jährige Bestehen des NABU Uelzen e. V. gefeiert.
Weitere NABU-Projekte sind in Arbeit wie das "Hutewald- und das Falterland-Projekt" von Thomas Dorschner in Graulingen, bzw. Olmsruh.
Mit dem NABU-Projekt "Natur erleben in der Region Uelzen" von Lars Wellmann sollen interessante Naturgebiete im Landkreis durch Radwege vernetzt , durch Info-Tafeln erklärt und durch Beobachtungs-plätze übersichtlicher und erlebbarer werden.
Ebenso ist das Projekt "Erlebnisraum Esterauniederung" von Michael Walke in den Förderkanon des Landkreises aufgenommen worden. Damit ist auch seine Verwirklichung realistisch geworden.
Auch die wissenschaftliche Erfassung des Herbst-Kranichzugs über den Landkreis Uelzen zusammen mit Dr. Reichenbach wird 2007 fortgesetzt und wird wertvolle Erkenntnisse bringen.
Der NABU hat in den letzten 25 Jahren viel erreicht und bleibt, wie die zukunftsweisenden Projekte zeigen, am Ball. Der Landkreis Uelzen braucht deshalb den NABU mit seinen Aktivitäten.
Stand September 2007 Peter Block
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